Ruhrwacht CityCup

 

Volles Haus im Styrumer Naturbad

Marcel Dronia WAZ Mülheim

29.05.2018 - 15:09 Uhr

MÜLHEIM.   Teilnehmer und Badegäste mussten sich die Wasserflächen teilen. Was das jährliche Mülheimer Kanupolo mit der Lindenstraße zu tun hat.

Voll war es im Styrumer Naturbad. Die DJK Ruhrwacht hatte sich für ihr jährliches Kanupolo-Turnier um den Ruhrwacht-City-Cup ausgerechnet das bislang heißeste Wochenende des Jahres ausgesucht. 15 Polomannschaften und über 2000 Badegäste sorgten für ein volles Haus.

„So viele Zuschauer hatten wir noch nie“, sagt Sven Stockamp, einer der Hauptorganisatoren des Turniers. In einem der Becken durften sich die Besucher solange abkühlen, wie die Polospieler pausierten. Immer im Wechsel. „Das hat sehr gut geklappt. Ich war vorher schon ein bisschen nervös aber es gab überhaupt keinen Ärger“, erklärt Stockamp. Dies habe auch an der guten Informationspolitik des Badbetreibers und des Vereins gelegen.

Polospieler und Badegäste wechseln sich ab

Und so sah das Ganze von oben aus: Links Kanupolo, rechts Baden. Foto: Hans Blossey

Während der Spiele wurden die Badegäste auf den Wiesen rundherum zu Zuschauern. „Die hatten gar keine andere Chance als zuzugucken“, schmunzelt der Organisator. Dass das Turnier ausgerechnet an diesem heißen Wochenende stattfand und dem Freibad praktisch Wasserfläche wegnahm, war Pech. „Planen kann man das sowieso nicht, wir standen hier auch schonmal mit Glühwein“, erinnert sich Stockamp.

Das Einzige, was den Turnierchef noch hätte aus der Ruhe bringen können, war das Gewitter. „Es war für Sonntag, 15 Uhr, angesagt“, sagt er und blickt gen Himmel. Bei Blitz und Donner würden die Spiele sofort unterbrochen. „Und wir haben eigentlich immer das Ziel, dass wir zur Lindenstraße zu Hause sein wollen“, lacht Sven Stockamp. Dabei hatte er mehrere Jahre lang die falsche Uhrzeit im Kopf. „Die kommt um 18.50 Uhr, also haben wir noch zehn Minuten mehr Zeit.“

Wuppertal beerbt den dreifachen Sieger MKSF

Sportlich betrachtet wurde beim City-Cup ein neuer Sieger bei den Herren gesucht. Nach drei Siegen in Folge traten die Mülheimer Kanu- und Skifreunde diesmal nicht an, sondern fuhren zu einem internationalen Turnier in Amsterdam. Doch auch die zweite Mannschaft vom Kassenberg hatte als Sieger der Vorrunde gute Chancen. Etwas überraschend mussten die MKSF aber im Halbfinale gegen den Wuppertaler KC die Segel streichen. Die Wuppertaler holten sich später auch den Titel. In einem knappen Finale setzten sie sich mit 5:4 gegen die NRW-U21-Auswahl durch, zu der auch vier Akteure des Gastgebers DJK Ruhrwacht gehören.

Nachdem das gesonderte Jugendturnier im vergangenen Jahr nicht zustande kam, war die Nachwuchsklasse diesmal wieder Teil des Turniers. Den ersten Platz sicherten sich die Talente des 1. Meidericher KC aus Duisburg. Einen Doppelsieg verpasste der MKC allerdings, denn in der Schülerklasse setzte sich die KG Wanderfalke aus Essen erst im Halbfinale gegen den KC Wetter und dann im Endspiel gegen die Duisburger Auswahl durch.